Trenino Verde

Bei einer Fahrt mit dem Trenino Verde lässt sich Sardinien auf ganz besondere Weise bereisen und erleben. Die sardische Schmalspurbahn wird auf landschaftlich besonders schönen Strecken eingesetzt. Auf insgesamt 630 Kilometern schlängeln sich die Gleise des Schmalspurbahnnetzes durch abwechslungsreiche Landschaften im Inland Sardiniens.

Der Trenino Verde bringt die Reisenden jedoch nicht nur in abgelegene Gegenden, die man sonst kaum zu Gesicht bekommt. Er entführt sie zudem in die Geschichte Sardiniens: Die Fahrt durch die unberührte Natur wird von einer restaurierten Dampflokomotive aus den 1930er Jahren durchgeführt. Sie zieht Waggons von 1913 auf einer kurvenreichen Strecke über die italienische Insel. Angeblich wurde die englische Baufirma damals nach laufenden Kilometern bezahlt. Daher sind die Strecken sehr ausgiebig und auch in den Ebenen mit auffällig vielen Kurven gebaut. In Nostalgie schwelgend geht es mit dem Trenino Verde über Berge und durch Täler, immer mit Blick auf die vielfältige und reiche Vegetation Sardiniens. Da es auf der Strecke kaum Tunnel gibt, kann man die einzigartige Landschaft der Mittelmeerinsel ausgiebig genießen. Und dafür bleibt den Mitfahrenden auch genügend Zeit: Die historische Schmalspurbahn tuckert mit nur maximal 40 km/h durch das sardische Hinterland. Somit eignet sie sich heute kaum noch als wirkliches Transportmittel.
Besonders beliebt sind die Eisenbahntouren von Cagliari bis Arbatax durch die Hochebene der Barbagia, von Bosa Marina über Macomer nach Nuoro und durch die Gallura von Palau nach Alghero. Auf diesen Strecken kann man landschaftlich besonders schöne und reizvolle Aussichten genießen. Die gemütlichen Fahrten im Stil des 19. Jahrhunderts eignen sich auch für Kinder. Wer danach noch mehr über Züge und Dampflokomotiven erfahren möchte, kann seinen Wissensdurst im 1996 eröffneten Eisenbahnmuseum in Monserrato bei Cagliari stillen.