Olbia

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Olbia, 400 v. Chr. von den Phöniziern erbaut, ist auf Grund ihrer Nähe zur Costa Smeralda und zum italienischen Festland die wichtigste Hafenstadt Sardiniens. Viele der mit der Fähre von Italien kommenden Touristen legen hier an, nachdem sie die markante Felseninsel Tavolara und zahlreiche Muschelbänke passiert haben.

Während der Herrschaft der Römer war Olbia eine blühende Stadt mit vielen herausragenden Bauwerken, wie den kilometerlangen Wasserleitungen, den Thermen, dem Hafen und der Stadtmauer. Einiges hiervon ist teilweise noch zu sehen. Als Lehensbesitz spanischer Familien litt Olbia, ebenso wie das übrige Sardinien, an wirtschaftlichem und sozialem Verfall. Erst der Hafenausbau nach dem ersten Weltkrieg brachte neuen Aufschwung.

 

File 314Die Piazza Margherita bildet das Zentrum der mit lautem und pulsierendem Leben erfüllten Stadt. Straßencafés und schattenspendende Bäume laden zum Verweilen ein. In den Abendstunden kann man hier das bunte Treiben von Jung und Alt beobachten, für die der Platz ein beliebter Treffpunkt ist. Direkt an der Piazza Margherita verläuft die Corso Umberto I, eine der Hauptstraßen Olbias, die sich für einen gemütlichen Bummel anbietet. In früheren Bürgerhäusern aus grauem Galluren-Granit findet man zahlreiche Geschäfte und Lokale.
Eine der wenigen Sehenswürdigkeiten in Olbia ist die romanische Kirche San Simplicia, Sardiniens älteste Kirche aus dem 11. Jahrhundert. Ein Ausflug lohnt sich zu dem mittelalterlichen Wehrkastell Castello di Pedres und dem Gigantengrab Su Monte ‘e S’Ape aus nuraghischer Zeit. Fährt man von Olbia in Richtung Loiri erreicht man die beiden archäologischen Sehenswürdigkeiten nach etwa 3-4 Kilometern. Die Ruinen des Castello di Pedres sind auf einem Granithügel erbaut. Am Fuße des Hügels befindet sich die Anlage von Su Monte ‘e S’Ape, die mit einer Länge von 28 Metern und einer Breite von 3 Metern eine der größten auf Sardinien ist. Sie stammt aus der späten Bronzezeit (ca. 1800-1600 v.Chr.).